[SPENDEN-GEWINNSPIEL] Herz aus Kristall

Hallo ihr Lieben,

vor einigen Tagen habe ich euch schon darauf aufmerksam gemacht, dass die meisten Zoos und Tierparks (ebenso viele andere Orte, die aktuell wegen der C-Krise geschlossen sind) aktuell auf Spenden angewiesen sind. Auch die Aktion Fischotterschutz e.V. / OTTER-ZENTRUM Hankensbüttel sind nun vermehrt auf Spenden angewiesen, da die Besuchereinnahmen wegfallen.

 

Da ich den Otterschutz sowohl privat, als auch als Autorin unterstütze, möchte ich zu einem etwas anderen Gewinnspiel aufrufen. Ziel ist es weitere Spenden für den Otterschutz zu generieren, damit sie diese Zeit gut überstehen. Gewinnen könnt ihr ein einmaliges “Herz aus Kristall”-Paket mit tollen Gimmicks und Überraschungen:
Herz aus Kristall (bezeichnet und signiert)
Otter Tasse
Postkarten-Set mit allen wichtigen Charakteren des Buches
Otter Lesezeichen
Otter Figurenset
Informationen zum Verein Otterschutz
Überraschungen

Und so läuft das Gewinnspiel im Detail:
Spendet der Aktion Fischotterschutz einen beliebigen Betrag – es ist egal, wie viel ihr spendet. Jede Summe hilft:

https://www.paypal.com/cgi-bin/webscr?cmd=_s-xclick&hosted_button_id=BTHJ3NZ2ZULUJ&source=url

Alle, die spenden und mir via PN (Facebook/Instgram) oder Mail (koriko@gmx.de, Betreff “Otterschutz”) dafür bis zum 12.04.2020 um 23:59 Uhr einen Nachweis (PDF, Screenshot, Spendenquittung, etc.) senden, kommt in den Lostopf. Die Summe könnt ihr dabei gerne ausblenden oder wegschneiden – mir ist es wichtig, dass überhaupt Geld für den Otterschutz zusammenkommt.

Ich lose zeitnah aus und versende das Paket noch vor Ostern, damit es rechtzeitig zum Eiersuchen bei euch ist.

Ich hoffe sehr, dass die ein oder andere Spende eingeht und freue mich über eure Nachrichten 🙂 Bei der Auslosung gebe ich (soweit möglich) auch bekannt, wie viel Geld für den Otterschutz eingegangen ist.

Viel Glück und bleibt gesund,
Juliane

[AKTION] Schreib eine Geschichte!

Hallo in die Runde,

vor einigen Tagen rief die Autorin Karo Stein auf ihrem Blog dazu auf, spontan eine Kurzgeschichte zu schreiben, um den Leser*innen in Zeit der Corona-Epidemie einen positiven Lesegenuss und Hoffnung zu schenken. Ich fand den Aufruf so schön und so motivierend, dass ich mich heute an eine kurze Geschichte über meine beiden Magier Nazar und Kiama gesetzt habe, die lose nach den anderen Geschichten aus dem “Zwillingsmagie”-Universum spielt. Das hat jetzt den netten Nebeneffekt, dass ich ungemein viel Lust habe, mich endlich an “Zwillingsmagie” zu setzen, in der ich die gesamte Geschichte der beiden erzählen will 🙂 Ich halte euch auf dem Laufenden, was meine Arbeit an dem neuen Roman betrifft – also haltet die Augen offen.

Es ist die erste Geschichte, die ihr direkt auf meinem Blog lesen könnt – normalerweise gibt es von mir keine Geschichten online zu lesen (von Leseproben einmal abgesehen), aber in diesem besonderen Fall, mache ich mit Freuden eine Ausnahme.

Zwillingslicht (ca. 2.400 Wörter)

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und hoffe, die kleine Geschichte gefällt euch. Natürlich freue ich mich über Feedback, wenn ihr die Geschichte gelesen habt.

Haltet die Ohren oben und bleibt gesund,
Juliane

[KURZGESCHICHTE] Zwillingslicht

Nur ein Funke … ein winziger Lichtstrahl – war das denn wirklich schon zu viel für ihn? Brachte er nicht einmal einen simplen Lichtzauber zustande?

Enttäuscht und voller Verbitterung ließ Nazar die Hand sinken. Er schaffte es einfach nicht! Er versagte bei einem der leichtesten Zauber, den es gab. Kein Wunder, dass er nicht einmal den ersten Zaubergrad erreicht hatte und mit Anlauf durch die Prüfung gefallen war, weil er daran scheiterte, eine kleine Kugel aus Licht heraufzubeschwören. Dabei war nicht einmal die Formel das Problem – bei den meisten Zaubern genügte ihm ein Blick auf die Zauberformeln und er hatte sie verinnerlicht, ganz gleich wie kompliziert sie waren. Nur wieviel Sinn hatte es, sich die Worte eines banalen Zaubers mit Leichtigkeit zu merken, wenn er die Magielinien der Welt nicht erreichte? Sie blieben ihm verschlossen, als stünde er vor dem Eingangstor einer riesigen Mauer und hatte keinen passenden Schlüssel zur Hand.

Wobei er diesen inzwischen gefunden hatte – Kiama war sein Zugang zu den Magielinien. Seitdem sie eine leidenschaftliche Nacht im Zeichen des Zwillingsmondes verbracht hatten, waren sie miteinander verbunden. Der Zwillingsmond selbst hatte sie zusammengeschweißt und sein Zeichen in ihre Handflächen gebrannt. Seitdem konnten sie gemeinsam zaubern – Kiama, der zwar Zugang zur Magie hatte, diese jedoch nicht kontrollieren konnte und er, der wusste, wie man die Macht mit Worten bändigte.

Im Grunde eine gute Grundlage, zumal seine Meisterin Shamalla Kiama als zweiten Schüler bei sich aufgenommen hatte. Allerdings harmonierten sie menschlich nicht immer miteinander. So sehr sie beim Zaubern aufeinander angewiesen waren, so leicht gerieten sie miteinander in Streit.

Und meistens war es seine Schuld … gerade in den letzten Wochen … Anstatt sich eine gemeinsame Basis zu erarbeiten – sowohl auf emotionaler Ebene, als auch für die gemeinsame Arbeit – stieß er Kiama von sich.

Nazar ließ sich ins Gras fallen und breitete die Arme aus. Warum gelang es ihm nicht, seine Eifersucht im Zaum zu halten? Warum musste er Kiama immer wieder vor den Kopf stoßen, wenn dieser freudestrahlend von seinen Fortschritten berichtete, die er im Einzelunterricht mit Shamalla erzielte. Ihre Meisterin investierte viel Zeit, um Kiamas wilde Magie unter Kontrolle zu bringen, ihn anzuleiten, sich die ungezügelte Macht mit Hilfe von Zaubersprüchen zunutze zu machen. Während sein Mitschüler nach und nach Wege entdeckte, seine Macht zu beherrschen und sogar erste Zauber intonierte, blieb Nazar nichts. Er würde die Magielinien nicht erreichen, ganz gleich wieviel Zeit er investierte. Er war wie ein Buch voller Zaubersprüche, das niemand lesen wollte. Shamalla wusste das, ebenso wie Kiama. Wahrscheinlich war dem gesamten Magierrat diese Tatsache bewusst.

Was wurde aus ihm, wenn Kiama irgendwann in der Lage war, die Magie zu kontrollieren? Was, wenn er Nazar irgendwann nicht mehr zum Zaubern brauchte – Zwillingsmond hin oder her? Warum gab es für ihn keine Möglichkeit, seine Schwäche zu überwinden; einen Weg, um die Magielinien zu erreichen und ebenfalls ohne Kiama zu zaubern?

Vielleicht sollte er in seine Heimat zurückkehren – in das kleine Dorf am Fuße des Schattengebirges. Es würde zwar wie eine Flucht wirken, doch was blieb ihm noch. Er würde nicht ewig in der Magierstadt Almaz bleiben können, wenn er nicht einmal die erste Zauberstufe erreichte …

„Nazar?“ Eine wohlbekannte Stimme riss ihn aus den Gedanken. Er wandte den Blick zur Seite und sah zu Kiama auf, der sich neben ihn setzte. Nazar wusste nicht, wie lange der Südländer ihn beobachtet hatte … vielleicht hatte er seinen letzten erfolglosen Versuch zu zaubern, sogar beobachtet. Wut sammelte sich in ihm.

„Und? Hast du den Luftzauber geschafft, den Shamalla dir beim Frühstück beschrieben hat?“, fragte Nazar und klang frustrierter als er wollte. Ein Teil von ihm wusste, dass Kiama keine Schuld traf, er ihm Unrecht tat, doch er konnte Zorn und Enttäuschung nicht aus seiner Stimme verbannen.

„Ich weiß, dass du verstimmt bist“, antwortete Kiama, ohne auf Nazars Frage einzugehen. „Ich kann dich sogar verstehen, aber …“

Mit einem Schnauben wandte Nazar sich ab und schloss die Augen. Die Wut loderte heiß in ihm. Worte drängten seinen Hals hinauf, die er nicht sagen wollte, also schwieg er verbissen.

„Es ist nicht meine Schuld, weißt du. Wenn ich könnte …“

„Kannst du aber nicht“, fuhr Nazar dazwischen. Mit einem Ruck richtete er sich auf und konzentrierte sich auf den Lichtzauber, der ihm seit Stunden nicht gelingen wollte. Schweiß sammelte sich auf seiner Stirn, während er mit aller Macht einen Lichtfunken heraufbeschwören wollte. Für einen winzigen Moment glomm tatsächlich ein schwacher Funken über seiner ausgestreckten Hand aus, doch er verschwand sofort wieder. Lediglich eine feine Rauchschwade blieb zurück, die sich im Licht der untergehenden Sonne auflöste. „Siehst du? Ich schaffe nicht einmal den elementarsten Zauber, ganz gleich, wie sehr ich mich bemühe.“

Kiama sah ihn ausdruckslos an. Seine dunklen Augen wirkten wie schwarze Perlen in dem schmalen, ebenmäßigen Gesicht. In Nazar stritt sich der Wunsch, den Magier von sich zu stoßen, mit dem Wunsch, ihn an sich zu ziehen und zu küssen. Das war das zweite Problem, das er hatte, wenn er in Kiamas Nähe war. Diese Unausgeglichenheit, die ihn schier in den Wahnsinn trieb.

„Während du mit Shamalla Fortschritte machst, vielleicht sogar irgendwann deine wilde Magie beherrschen wirst, bleibt mir nichts … keine Möglichkeit, irgendwie aufzuholen oder es aus eigener Kraft zu schaffen. Wer weiß, in naher Zukunft wirst du vielleicht sogar ohne mich auskommen und brauchst mich nicht mehr …“, sprudelte es aus Nazar heraus. Dabei hatte er all das für sich behalten wollen. Stattdessen breitete er seine Ängste und Sorgen vor Kiama aus.

„Denkst du das wirklich?“ Eine steile Falte bildete sich zwischen Kiamas Augenbrauen. Sein Mund war zu einem schmalen Strich zusammengepresst. „Du glaubst, ich werfe all das weg, was zwischen uns entstanden ist?“

Nazar wusste nicht, wie er darauf reagieren sollte. In seinem Kopf stritt sein Stolz mit seinem Herzen, hinterließen ein einziges Gefühlschaos. Was sollte er darauf antworten? Hatte er Kiama falsch eingeschätzt? War er auf dem Holzweg, was Kiamas Unterricht betraf? Sein Stolz gewann schließlich die Oberhand, verbot ihm schon jetzt einzulenken. „Du meinst der Pakt, den der Zwillingsmond zwischen uns gesegnet hat?“

„Du bist ein Idiot, Nazar“, fauchte Kiama und schüttelte den Kopf. Der Südländer machte Anstalten aufzustehen, überlegte es sich jedoch anders und rückte näher an Nazar heran. Warmer Atem schlug ihm entgegen, als Kiama, dicht vor seinem Gesicht, fortfuhr: „Denkst du wirklich, ich bin nur deswegen hier, weil mich der Zauber eines Gottes an dich bindet, an den ich nicht einmal glaube? In meiner Heimat verehren wir die mächtigen Feuergötter der Vulkane, keine magischen Mondgötter.“

Nazar schluckte, als er den feurigen Blick des Mannes erwiderte, der seine Gefühlswelt durcheinanderbrachte. Schon seit sie sich zum ersten Mal in diesem Garten geliebt hatten; in der Nacht des Zwillingsmondes, in der alles begonnen hatte. Es waren diese Augen gewesen, die ihn gefesselt hatten, diese feurigen Blicke, die ihn gefangen nahmen und Hitze und Erregung mit sich brachten.

„Als uns dieser Traummagier angegriffen, dich in einem Albtraum gefangen gehalten hat, habe ich alles unternommen, um dich aus seinen Fängen zu befreien. Es war mir egal, wie gefährlich es war, in deine Träume einzutauchen. Ich hätte mich in ihnen verlieren können … Glaubst du wirklich, ich hätte das auf mich genommen, wenn …“ Er brach ab. Zum ersten Mal wirkte er angreifbar und verletzlich. „… wenn du mir nichts bedeuten würdest?“

Nazar versuchte den Kloß in seinem Hals hinunterzuschlucken, doch er schnürte ihm die Kehle zu. Das schlechte Gewissen sammelte sich in seinem Magen und verdrängte die schwelende Wut endgültig. Die Eifersucht und Angst hatten ihn blind gemacht, für das, was wirklich in Kiama vor sich ging … was der Südländer wirklich für ihn empfand. Und er für ihn … „Ich …“

„Und weißt du was?“ Kiama ließ ihn nicht zu Wort kommen. Er hob die Hand, murmelte etwas linkisch die Worte des Lichtzaubers, die Nazar in den letzten Stunden so oft intoniert hatte, dass er jede Silbe inzwischen verabscheute. Ein gleißender Lichtball breitete sich über Kiamas Hand aus und blendete Nazar so sehr, dass er gepeinigt zurückwich. Tränen liefen ihm über die Wangen, während grelle, rote Flecken auf seinen geschlossenen Lidern tanzten. Er hatte das Gefühl, direkt in einen Blitz hineingesehen zu haben.

„Bist du verrückt?“, keuchte er entsetzt.

Das Licht verlosch, doch Nazar wagte es nicht, die Augen zu öffnen. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis er die brennenden Lider hob und blinzelnd die letzten Lichtpunkte vertrieb. Nach und nach gewöhnten sich seine Augen wieder an die aufziehende Dunkelheit. Er sah zu Kiama, den er zunächst als verschwommene Silhouette sah, bis sich sein Blick schärfte und er das Gesicht des Südländers erkannte – die großen Augen, die hohen Wangenknochen und das markante Kinn.

„Das passiert, wenn ich den kleinen Lichtzauber wirke, den andere schon nach wenigen Tagen beherrschen“, murmelte Kiama mit einem Seufzen. „Sieht das für dich nach Kontrolle aus? Denkst du wirklich, damit könnte ich an den Prüfungen teilnehmen?“

Nazar schüttelte den Kopf. Leichter Druck machte sich in seinen Schläfen breit. Er wollte etwas sagen, doch ihm fehlten die Worte. Ausgerechnet ihm, dem es stets leichtgefallen war, mit Worten und Sätzen zu spielen.

„Bevor Shamalla mich aufgenommen und unterrichtet hat, hätte dieser simple Lichtzauber jedem in meiner Nähe erheblichen Schaden zugefügt. Du willst nicht wissen, was mit Meister Hakor passiert ist, als ich den Zauber zum ersten Mal anwandte. Wäre er nicht ein solch mächtiger Magier, das Licht hätte ihn bei lebendigem Leib verbrannt.“ Er senkte den Blick zu Boden, langes Haar fiel ihm vor die Augen. „Ich bin eine Gefahr für alle, wenn ich nicht lerne, einen Teil der Macht zu kontrollieren, auf die ich zugreifen kann.“

„Das … wusste ich nicht“, gestand Nazar.

„Nicht nur du hast Probleme mit dem Zaubern und Wirken von Magie. Und nur weil es mir nach so vielen Wochen endlich gelingt, die Macht der Magielinien ein wenig abzuschwächen, heißt das nicht …“

„… dass du es in absehbarer Zeit allein schaffst“, vollendete Nazar die leisen Worte des Mannes, den er in den letzten Tagen vollkommen falsch eingeschätzt hatte. Wahrscheinlich arbeitete Kiama deswegen so verbissen an sich, um Nazar nicht unnötig zu gefährden. Kiama hatte Recht – er war ein Idiot!

„Wahrscheinlich wird mir das nie gelingen …“, fügte Kiama nach einer Weile hinzu. „Ich schätze, zum Zaubern werde ich dich immer brauchen.“

Nazar nickte und streckte die Hand nach Kiama aus. Ihm fiel ein Stein vom Herzen, als der junge Mann näherkam und die feste Umarmung zuließ. Nazar spürte den warmen Atem auf seiner Haut, als Kiama den Kopf auf seiner Brust ablegte.

„Es tut mir leid, Kiama“, murmelte Nazar und drückte Kiama einen Kuss auf die Stirn. „Ich weiß nicht … was in mich gefahren ist.“

„Ist schon in Ordnung. Ich verstehe dich – deinen Frust, deine Angst, irgendwann überflüssig zu sein; eines Tages, nicht mehr gebraucht zu werden. Dabei werde ich dich immer brauchen, Nazar. Solange du es zulässt, bleibe ich an deiner Seite.“ Kiama schob sich höher, reckte sich ihm entgegen und suchte seine Lippen.

Nazar kam ihm nur zu gerne entgegen und erwiderte den Kuss mit aller Leidenschaft, zu der er fähig war. Er genoss die warmen Lippen, den Duft von Honig und warmen Sommerabenden, der ihm in die Nase stieg und die wohlige Wärme, die Kiama verströmte. Seine Finger spielten mit Kiamas langen dunklen Haarsträhnen, vergruben sich in ihnen und zogen den Südländer näher zu sich. Als ihm ein heiseres Stöhnen über die Lippen kam und die Hitze in seinen Lenden beinah jeden klaren Gedanken vertrieb, zog er sich schwer atmend zurück.

„Warte …“

„Du weißt, wo wir uns befinden?“, fragte Kiama mit rauer Stimme und fuhr ihm spielerisch über die Oberschenkel. Ein Schauder rann über Nazars Rücken. Es kostete ihn all seine Vernunft, nicht auf Kiamas Spiel einzusteigen. Dabei hätte er nichts lieber getan, als sich den flinken Fingern hinzugeben und Kiama mit allen Sinnen zu genießen.

„Im Garten?“, murmelte er und griff nach Kiamas Hand, die sich gefährlich nah dem Zentrum seiner Erregung genähert hatte. Er verschränkte Kiamas Finger mit seinen und schüttelte den Kopf.

„Unter diesem Baum, haben wir uns zum ersten Mal …“ Kiama ließ den Satz offen und schenkte ihm ein schiefes Grinsen. Dann rückte er näher, schmiegte sich an Nazar, dem es mit jeder Sekunde schwerer fiel, nicht auf Kiamas Avancen einzusteigen.

„Ich weiß … damals waren wir allerdings allein. Shamalla war auf dem Magierkongress und wir hatten die Villa für uns.“ Er gab Kiama einen flüchtigen Kuss und schob den Südländer schließlich von sich. „Ich habe nicht vor, ihr direkt vor Augen zu führen, was wir miteinander teilen.“

Kiama atmete tief durch und nickte schließlich. Mit einem Seufzen brachte er Abstand zwischen sie. Obwohl die letzten Sonnenstrahlen schon längst hinter den Wipfeln der Bäume verschwunden waren, hatte Nazar den Eindruck, dass Kiamas Wangen glühten. „Du hast recht. Das wäre wirklich … ungebührlich.“ Er strich sich das Haar aus dem Gesicht und schenkte Nazar ein zweideutiges Grinsen. „Setzen wir das später in meinem Zimmer fort?“

„Warum nicht gleich?“, entgegnete Nazar so schnell, dass er peinlich berührt den Kopf senkte. Es war offensichtlich, wie sehr er sich danach sehnte, mit Kiama eins zu werden. Am liebsten wäre er sofort aufgesprungen und hätte sich mit Kiama zurückgezogen. Das letzte Mal war viel zu lange her …

Kiamas leises Lachen wehte über die Wiese, während er sich erhob und Nazar mit sich zog. „Du kannst ziemlich ungeduldig sein, weißt du das?“

Nazar antwortete nicht. Kiama wusste sowieso, was in ihm vor sich ging. Er packte die Hand des Südländers fester, spürte wie sich die Symbole auf ihren Handinnenflächen kribbelnd berührten.

„Was hältst du von ein wenig Licht? Inzwischen ist es ziemlich dunkel geworden. Dann finden wir schneller den Weg ins Haus.“ Kiama trat dicht an ihn heran und gab ihm einen Kuss in den Nacken.

Nazar genoss die sanfte Berührung, konzentrierte sich auf den Lichtzauber und murmelte die verhassten Worte. Über seiner ausgestreckten Hand bildete sich eine sanft schimmernde, leicht rotierende Kugel aus Licht. Sie erhellte die nähere Umgebung, tauchte ihn und Kiama in ein warmes, hoffnungsvolles Licht und schenkte Nazar ein fast vergessenes Glücksgefühl.

„Wunderschön …“, hauchte Kiama und stieß mit dem Finger gegen das leuchtende Gebilde.

Nazar nickte. „… und erschaffen von uns beiden.“

~ Ende ~

[NEWS] Taschenbuch “Herz aus Kristall” erhältlich / Messeabsage

Hallo ihr Lieben,

die letzten Wochen war sehr ereignisreich – inzwischen dürfte jeder mitbekommen haben, dass sämtliche groß Messen abgesagt wurden bzw. werden. Auch die Leipziger Buchmesse wird 2020 nicht stattfinden, daher komme ich leider nicht dazu das frisch erschienene Taschenbuch bei den geplanten Signierstunden vorzustellen. Für meine Frau Tanja und mich wäre es der erste Besuch der LBM seit 2011 gewesen, wir beide hätten gerne unsere neuen Bücher präsentiert.

Jetzt bleiben uns die kleinen Messen und Cons (die hoffentlich nicht abgesagt werden) und Aktionen wie #bücherhamstern bzw. die Litfair 2020, wo wir ebenfalls teilnehmen. Haltet also in den nächsten Tagen die Augen offen – wir werden bei der ein oder anderen Aktion dabei sein – die meisten finden auf meiner Facebook-Autorenseite statt.

Kommen wir zu einer tollen Nachricht – die ersten Taschenbücher sind bei mir eingetrudelt. Im Grunde hat mir die Verlegerin der Tagträumer Verlags die Taschenbücher von “Herz aus Kristall” zum Weltenwerker Konvent gebracht, denn die Druckerei hat die Lieferungen durcheinander gebracht. Jessica Strang sei dank, habe ich die Bücher noch rechtzeitig zur ersten Lesung bekommen und konnte die ersten Taschenbücher auch der Con präsentieren.

Für alle, die keine Chance hatten bzw. haben, einen Blick in das Buch zu werfen, habe ich hier ein paar Bilder vom Buch und Inhalt – wie ihr seht enthält das Taschenbuch etliche tolle Illustrationen der Figuren meiner Frau Tanja 🙂

Solltet ihr gerne ein Taschenbuch euer Eigen nennen wollen, dann bestellt das Buch entweder direkt beim Verlag, oder meldet euch via Mail bei mir. Alle Bücher werden von mir mit einem Otter (was sonst?) bezeichnet und signiert, zudem gibt es als Gimmick ein tolles Postkartenset mit allen Charakteren, sowie ein bisschen Infomaterial zum Otterschutz. Also meldet euch – ich würde mich freuen 🙂

Ich hoffe sehr, dass ich den ein oder anderen auf einer der Messen sehe, auf der meine Frau und ich noch sein werden, euch neugierig auf die Taschenbücher gemacht habe, oder euch bei einer der Online-Buchmesse-Ersatz-Aktionen sehe. Ich würde mich freuen 🙂

Viele Grüße,
Juliane

[MESSE] WeltenWerker Konvent 2020

 

Hallo ihr Lieben,

Das neue Messejahr hat begonnen und FantastiQueer wird erstmals beim WeltenWerker Konvent in Gießen mit von der Partie sein. Ihr findet uns am Samstag und Sonntag in Halle 4, am Stand 44 – wie immer haben wir unsere bisher erschienenen Bücher dabei, ebenso buchige Gimmicks und kleine Extras. Zur Messe erscheinen zudem unsere neuen Taschenbücher “Maschinenseele” und “Herz aus Kristall”, also schaut vorbei, wenn ihr euch ein druckfrisches Exemplar sichern wollt. Wie immer haben wir tolle Gimmicks zu den Büchern dabei, die es nur bei uns gibt und ihr habt die Möglichkeit euch die Bücher bezeichnen zu lassen. 🙂

Hallenplan

Lesungen

Wer vorab in die Bücher reinhören will, hat am Samstag und Sonntag die Gelegenheit dazu – wir lesen beide aus unseren neuen Romanen:

  • Lesung “Maschinenseele” / “Glasseelen” von Tanja Meurer: Samstag, 07.03.2020, 17:00 Uhr Raum 2 “Saraogh”
  • Lesung “Herz aus Kristall” von Juliane Seidel: Sonntag, 08.03.2020, 15:00 Uhr Raum 2 “Saraogh”

Wir freuen uns auf euren Besuch 🙂

[VERÖFFENTLICHUNG] Herz aus Kristall

!!!HAPPY RELEASE DAY!!!

Es ist soweit – heute erscheint endlich mein neuer Urban Fantasy Roman “Herz aus Kristall”. Ich bin soooo glücklich, dass das Buch endlich auf dem Markt ist und schon gespannt, wie die ersten Rezensionen ausfallen werden – das ist für einen Autoren immer spannend. Ich habe gestern mal nachgeschaut – es ist tatsächlich mein erster eigenständiger Roman seit 2017! Ich hab mir wirklich viel Zeit gelassen – ich hoffe, auf mein nächstes Buch müsst ihr nicht ganz so lange warten.

Jetzt aber wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen – begleitet Lynn auf ihre gefährliche Reise und bekämpft mit ihr ein gefährliches Kelpie 

Hier noch einmal der Klappentext:
Es könnten die perfekten Sommerferien sein. Lynn, Marie und Lia haben sich vorgenommen, jeden Tag am Ufer des Stechlinsees faul in der Sonne zu liegen und nichts zu tun. Wenn nur Lynns Albträume nicht wären. Nacht für Nacht warnen geisterhafte Gestalten vor dem Grauen in der Tiefe des Sees und bitten das Mädchen um Hilfe. Als ein pferdeähnliches Monster am Ufer auftaucht, verschwinden Lynns Freundinnen spurlos. Ihre Albträume scheinen wahr zu werden …

Als ob das nicht genug wäre, bringt auch noch die geheimnisvolle Daja Lynns Gefühlsleben durcheinander, während sie die Suche nach einem blauen Herz aus Kristall in Lebensgefahr, aber auch einem uralten Geheimnis näher bringt.

Und hier könnt ihr das Buch bestellen:
https://www.amazon.de/dp/B083HKZ18G
https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/ID146721231.html
https://www.hugendubel.de/de/ebook/juliane_seidel-herz_aus_kristall-38484049-produkt-details.html
https://www.weltbild.de/artikel/ebook/herz-aus-kristall_27030211-1

Ich wünsche euch einen tollen Sonntag.

Viele Grüße,
Juliane

[ANKÜNDIGUNG] Taschenbuch vorbestellbar

Hallo ihr Lieben,

ich habe fantastische Neuigkeiten für euch – das Taschenbuch von “Herz aus Kristall” ist ab sofort beim Tagträumer Verlag vorbestellbar. Ich bin so gespannt auf das fertige Buch und kann euch schon jetzt versprechen, dass es exklusive, von meiner Frau Tanja gezeichnete Charakterillustrationen und kleine Bonusgrafiken enthalten wird. Aber erst einmal will ich euch den tollen Buchumschlag zeigen, den Marie Graßhoff gestaltet hat:

Ist der nicht wunderschön geworden. Ich liebe ihn einfach (nicht nur wegen des Otters) und hoffe sehr, dass euch der Umschlag genauso gefällt wie mir. Das Taschenbuch wird zur Leipziger Buchmesse erscheinen (ich werde selbst vor Ort sein und das Buch für euch signieren) und ca. 420 Seiten umfassen. Preislich liegt es bei 16,90€. Ihr könnt euch direkt auf der Verlagsseite ein Exemplar sichern – natürlich signiert und mit einem exklusiven Otter versehen. Zudem plane ich weitere Gimmicks für die Vorbesteller – lasst euch überraschen:

Tagträumer Verlag – Vorbestellung

Also ab auf die Verlagsseite und euer Exemplar sichern – ich freue mich auf eure Bestellungen.

Bis dann,
Juliane

[ANKÜNDIGUNG] Doppelrelease

Hallo ihr Lieben,

nur noch wenige Tage – dann feiern wir, meine Frau Tanja und ich, unser gemeinsames Doppelrelease
Ihr hört richtig – am kommenden Sonntag, den 02.02.2020 erscheint bei uns ein Sommer- und ein Winterbuch und wir laden euch ein, euch entweder ins eisige London zu begeben, auf der Jagd nach einer russischen Sagengestalt, oder an den sommerlichen Stechlinsee zu kommen, um es mit einem irischen Kelpie aufzunehmen. Euch erwartet Spannung, Magie und ein Hauch Liebe zwischen starken, selbstbewussten Frauen:

❄️Euch fehlt der Schnee in diesem Winter? Dann solltet ihr auf jeden Fall nach “Maschinenseele” greifen – Tanja hat eine Menge Schnee, Eis und Kälte zu bieten!

Den Steampunk-Krimi könnt ihr überall vorbestellen – u.a. auf Amazon:
https://www.amazon.de/Maschinenseele-Anabelle-Talleyrand-Tanja-Meurer-ebook/dp/B0846RJHQL

☀️Euch fehlt die Wärme des Sommers? Dann ist “Herz aus Kristall” das Richtige – meine Geschichte spielt mitten im Sommer, bei heißen, sonnigen Temperaturen!

Das Urban Fantasy Jugendbuch ist ebenfalls überall erhältlich:
https://www.amazon.de/Herz-aus-Kristall-Juliane-Seidel-ebook/dp/B083HKZ18G

Die eBooks kosten je 4,99€, die jeweiligen Taschenbuchausgaben (beide illustriert!) sind in Arbeit und erscheinen spätestens zur Leipziger Buchmesse, mit etwas Glück vielleicht schon früher

Wir wünschen viel Spaß und sind gespannt, wie ihr unsere Bücher findet 

Viele Grüße,
Juliane

[COVERENTHÜLLUNG] Herz aus Kristall

Hallo ihr Lieben,
 
endlich ist es soweit – ich kann das Cover von “Herz aus Kristall” präsentieren, das die liebe Marie Graßhoff in den letzten Wochen gestaltet hat. Es fängt den Inhalt des Buches perfekt ein und passt hervorragend zu meinem neuen Urban Fantasy Jugendbuch. Ich hoffe sehr, dass euch das Cover genauso gut gefällt, wie mir und euch neugierig macht
 

Genre: queere Urban Fantasy, Grusel, Mystery
Umfang: 440 Seiten
Preis: 4,99 Euro (eBook)
Erscheinungstermin: 02.02.2020 (eBook)
Verlag: Selfpublishing (eBook) / Tagträumer Verlag (Taschenbuch)
Bestellen: Amazon

Klappentext:
Es könnten die perfekten Sommerferien sein. Lynn, Marie und Lia haben sich vorgenommen, jeden Tag am Ufer des Stechlinsees faul in der Sonne zu liegen und nichts zu tun. Wenn nur Lynns Albträume nicht wären. Nacht für Nacht warnen geisterhafte Gestalten vor dem Grauen in der Tiefe des Sees und bitten das Mädchen um Hilfe. Als ein pferdeähnliches Monster am Ufer auftaucht, verschwinden Lynns Freundinnen spurlos. Ihre Albträume scheinen wahr zu werden …

Als ob das nicht genug wäre, bringt auch noch die geheimnisvolle Daja Lynns Gefühlsleben durcheinander, während sie die Suche nach einem blauen Herz aus Kristall in Lebensgefahr, aber auch einem uralten Geheimnis näher bringt.

Das eBook erscheint am 02.02.2020 und hat als Taschenbuch ca. 440 Seiten. Es wird 4,99€ kosten und erstmal überall erhältlich ein (bei Amazon und auf allen Plattformen, die über Tolino bespielt werden). KU-Leser müssen sich gedulden – ich halte euch diesbezüglich auf dem Laufenden. Das Taschenbuch erscheint im Laufe der kommenden Monate beim Tagträumer Verlag – ich gebe Bescheid, wenn da ein Termin feststeht, aber bis zur Leipziger Buchmesse, sollte das Taschenbuch erhältlich sein.
 
Wer schonmal ins Buch schnuppern möchte, findet auf hier eine Leseprobe zum Buch.
 
Ich hoffe, euch gefällt das Cover genauso gut wie mir und bin gespannt was ihr sagt.
Viele Grüße,
Juliane
 

[NEWS] Neuer Banner

Hallo ihr Lieben,

wie ihr es vielleicht schon mitbekommen habt, hat sowohl meine Homepage als auch meine Facebookseite einen neuen Autorenbanner. Gestaltet wurde er von der talentierten Grafikdesignerin Manu Ancutici, die bereits den Umschlag der “Like a (bad) Dream” Benefizanthologie gestaltet hat. Sie ist nicht nur unglaublich talentiert (wann man bedenkt, wie wenig Input ich für die Gestaltung des Banners liefern konnte und was sie letztendlich gezaubert hat), sie ist auch ungeheuer geduldig (ich hatte so viele Änderungswünsche …). Ich freue mich auf zukünftige Projekte mit ihr, denn ich werde auf jeden Fall wieder mit ihr zusammenarbeiten, wenn sich etwas ergibt.

Doch nicht nur sie zeigt sich für den neuen Banner verantwortlich – auch meine Frau Tanja Meurer hat bei der Gestaltung geholfen. Von ihr stammt der tolle, schwimmende Otter, der fortan mein kleines Maskottchen sein wird und irgendwann auch den Weg auf meine Visitenkarten finden wird. Wer mich kennt, weiß, dass mein Herz an den intelligenten Wassermardern hängt und sie in fast all meinen Büchern eine (mal kleine, mal größere) Rolle spielen.

Bezüglich meines neuen Romans “Herz aus Kristall” steuern wir allmählich die Zielgerade an. Das Skript befindet sich im Korrektorat, Nachwort, Widmung und Klappentext stehen ebenfalls fest. Zudem befinde ich mich in Gesprächen mit einem Verlag, der sich um die Taschenbuchveröffentlichung kümmern wird. Sobald da alles steht und die Verträge unterschrieben sind, werde ich hier natürlich über alles informieren. Behaltet die Seite und meine Social Media Accounts im Blick – in der Vorweihnachtszeit werde ich immer mehr zu meinem neuen Urban Fantasy Jugendbuch bekanntgeben 🙂

Viele Grüße,
Juliane